Der
Name der Insel deutet darauf hin, dass sich an der Stelle früher ein
heidnischer Ritualplatz des Volkes der Karelen befand. Die Insel ist ca. 7 km
lang und 0,5 km breit. Sie ist von einer Vielzahl kleinerer Inseln umgeben, die
zur Landschaft „Saoneshe“ gehören. Eine Besiedlung der leicht hügeligen Insel
lässt sich vom 11.Jahrhundert an nachweisen. Auch im 21. Jahrhundert wohnen rund
100 Personen auf der Insel, die sich auf zwei Dörfer verteilen. Ihr
Haupterwerbszweig ist der Tourismus, früher war es der Fischfang, wie ein
ausgestelltes spezielles flaches Segelboot, die „Kishanka“, bezeugt. Heute
kommen jährlich etwa 170.000 Gäste aus aller Welt nach Kischi.
In
der Nacht 6 Schleusen passiert und den Onegasee überquert legt das Schiff gegen
15:00 Uhr auf Kischi an. Die im Norden des Sees in einer Bucht gelegene Insel
ist aufgrund ihrer einzigartigen Holzkirchen, die UNESCO-Weltkulturerbe sind,
berühmt geworden.
Bis
auf die mit Eisennägeln befestigten Dachschindeln komplett aus Holz errichtet,
ist die Christi-Verklärungs-Kirche von 1714 mit 22 Zwiebeltürmchen der
zauberhafte Mittelpunkt des Ensembles. Allerdings wird sie derzeit innen
grundlegend restauriert und dabei von massiven Metallträgern gestützt, die
Arbeiten sollen 2018 beendet sein. Die Maria-Schutz-Kirche, die mit beeindruckenden
Ikonen ausgeschmückt ist, wurde besucht eine kleine Kapelle am Ortsrand.
Anschließend
werden wir durch ein Museumsdorf geleitet, das in mehreren originalgetreuen
Bauernhäusern die einfachen Lebensbedingungen, die Traditionen und die
Wirtschaftsweise der karelischen Bevölkerung unter den Bedingungen eines acht
Monate währenden Winters zeigt.
Wir erfahren das Mädchen und Frauen mit einem Zopf ledig sind, ein Zopf links und rechts bedeutet verheiratet, oder eine Kopfbedeckung wird als Hut getragen.
Die
Brückenführung und die Beantwortung der Fragen setzt volles Vertrauen in
Mannschaft und Schiff und den Arzt.
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