Freitag, 17. Juli 2015

Insel Kishi.

Karelische Märchenkulisse auf Kischi, oder Kommern in der Eifel.

Der Name der Insel deutet darauf hin, dass sich an der Stelle früher ein heidnischer Ritualplatz des Volkes der Karelen befand. Die Insel ist ca. 7 km lang und 0,5 km breit. Sie ist von einer Vielzahl kleinerer Inseln umgeben, die zur Landschaft „Saoneshe“ gehören. Eine Besiedlung der leicht hügeligen Insel lässt sich vom 11.Jahrhundert an nachweisen. Auch im 21. Jahrhundert wohnen rund 100 Personen auf der Insel, die sich auf zwei Dörfer verteilen. Ihr Haupterwerbszweig ist der Tourismus, früher war es der Fischfang, wie ein ausgestelltes spezielles flaches Segelboot, die „Kishanka“, bezeugt. Heute kommen jährlich etwa 170.000 Gäste aus aller Welt nach Kischi. 
In der Nacht 6 Schleusen passiert und den Onegasee überquert legt das Schiff gegen 15:00 Uhr auf Kischi an. Die im Norden des Sees in einer Bucht gelegene Insel ist aufgrund ihrer einzigartigen Holzkirchen, die UNESCO-Weltkulturerbe sind, berühmt geworden.
Bis auf die mit Eisennägeln befestigten Dachschindeln komplett aus Holz errichtet, ist die Christi-Verklärungs-Kirche von 1714 mit 22 Zwiebeltürmchen der zauberhafte Mittelpunkt des Ensembles. Allerdings wird sie derzeit innen grundlegend restauriert und dabei von massiven Metallträgern gestützt, die Arbeiten sollen 2018 beendet sein. Die Maria-Schutz-Kirche, die mit beeindruckenden Ikonen ausgeschmückt ist, wurde besucht eine kleine Kapelle am Ortsrand.
Anschließend werden wir durch ein Museumsdorf geleitet, das in mehreren originalgetreuen Bauernhäusern die einfachen Lebensbedingungen, die Traditionen und die Wirtschaftsweise der karelischen Bevölkerung unter den Bedingungen eines acht Monate währenden Winters zeigt.

Wir erfahren das Mädchen und Frauen mit einem Zopf ledig sind, ein Zopf links und rechts bedeutet verheiratet, oder eine Kopfbedeckung wird als Hut getragen.
Die Brückenführung und die Beantwortung der Fragen setzt volles Vertrauen in Mannschaft und Schiff und den Arzt.

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