Ruhe im Klosterleben, wenn die Touris nicht wären.
Goritzy
haben wir am Mittag verlassen und fahren über den Weißen See. Strahlend blauer
Himmel und herrlicher Sonnenschein sorgen dafür, dass wir den Mittag im Freien
genießen können.
So wie die verbliebenen 6 Mönche im Kloster
Beloserski. Von
dem kleinen Dorf am Fluss bringt uns ein Bus, in die nicht weit entfernte
Kreisstadt Kirillow. Hier befindet sich eine der bedeutendsten religiösen
Stätten im Nordwesten Russlands, das Kirillo-Beloserski-Kloster.
Seine
Gründung geht auf das späte 14. Jahrhundert zurück. Entgegen seines Namens, das
auf den Weißen See hindeutet, am Siwerskoje-See gelegen, wurde das Kloster bis
zum 17. Jahrhundert kontinuierlich festungsartig ausgebaut. Eine massive
Ringmauer mit zahlreichen Wehrtürmen umgibt die eigentlichen Wohn-,
Wirtschafts- und Kirchengebäude des Klosters, das eine Oase der Kultur in den
weiten Wäldern des russischen Nordens war. In sowjetischer Zeit in ein Museum
umgewandelt, wohnen seit 1998 wieder orthodoxe Mönche in den altehrwürdigen
Gemäuern.
Bei
einem ausführlichen Rundgang gewinnen wir einen anschaulichen Eindruck von der
Größe und ehemaligen Bedeutung des Klosters, bewundern die prächtigen Ikonen,
Messgewänder und Spitzenwaren in den Museumsräumen, erfreuen uns an den
blühenden Klostergärten und an der idyllischen Lage direkt am Seeufer. Hier
gibt es Trockenfisch zu kaufen.
Schöner
Wohnen auf Russisch.
Zurück
in Goritzy, bleibt nur wenig Zeit für einen schnellen Spaziergang durch das
ursprüngliche Dorf mit seinen vielen bunt gestrichenen Holzhäusern, bevor unser
Schiff wieder ablegt.
Mutter
sitzt in der Sonne, erstaunlich, die begleitet uns den ganzen Tag, immer schön
an Backbord. Vater geht in den russischen Unterricht, da wollen wir mal sehen
was wir beim Abendessen den hübschen Damen sagen können.
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