Donnerstag, 16. Juli 2015

Von Kirillow über die Scheksna nach Goritzy


Ruhe im Klosterleben, wenn die Touris nicht wären.
Goritzy haben wir am Mittag verlassen und fahren über den Weißen See. Strahlend blauer Himmel und herrlicher Sonnenschein sorgen dafür, dass wir den Mittag im Freien genießen können.
So wie die verbliebenen 6 Mönche im Kloster Beloserski. Von dem kleinen Dorf am Fluss bringt uns ein Bus, in die nicht weit entfernte Kreisstadt Kirillow. Hier befindet sich eine der bedeutendsten religiösen Stätten im Nordwesten Russlands, das Kirillo-Beloserski-Kloster.
Seine Gründung geht auf das späte 14. Jahrhundert zurück. Entgegen seines Namens, das auf den Weißen See hindeutet, am Siwerskoje-See gelegen, wurde das Kloster bis zum 17. Jahrhundert kontinuierlich festungsartig ausgebaut. Eine massive Ringmauer mit zahlreichen Wehrtürmen umgibt die eigentlichen Wohn-, Wirtschafts- und Kirchengebäude des Klosters, das eine Oase der Kultur in den weiten Wäldern des russischen Nordens war. In sowjetischer Zeit in ein Museum umgewandelt, wohnen seit 1998 wieder orthodoxe Mönche in den altehrwürdigen Gemäuern.
Bei einem ausführlichen Rundgang gewinnen wir einen anschaulichen Eindruck von der Größe und ehemaligen Bedeutung des Klosters, bewundern die prächtigen Ikonen, Messgewänder und Spitzenwaren in den Museumsräumen, erfreuen uns an den blühenden Klostergärten und an der idyllischen Lage direkt am Seeufer. Hier gibt es Trockenfisch zu kaufen.
Schöner Wohnen auf Russisch.
Zurück in Goritzy, bleibt nur wenig Zeit für einen schnellen Spaziergang durch das ursprüngliche Dorf mit seinen vielen bunt gestrichenen Holzhäusern, bevor unser Schiff wieder ablegt.

Mutter sitzt in der Sonne, erstaunlich, die begleitet uns den ganzen Tag, immer schön an Backbord. Vater geht in den russischen Unterricht, da wollen wir mal sehen was wir beim Abendessen den hübschen Damen sagen können.

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