Montag, 13. Juli 2015

Moskau - Uglich.

Spruch des Tages: Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Cocktail des Tages: Kapitänscocktail

Wir verlassen Moskau um 17:30 Uhr durch den Moskau-Wolga-Kanal.
Nun beginnt die eigentliche Schiffsreise. Das Wetter wird besser, bzw. die Sonne lacht und wir schauen nach vorne.
Zuvor ist eine Rettungsübung angesagt. Alle Passagiere müssen nach einem Probealarm die in der Kabine liegenden Rettungswesten anlegen. Vor der Türe wird der korrekte Sitz überprüft. Wir nutzen die Gelegenheit von unserer Kabinenstewardess, Lubov, ein Dokobild für uns zu schießen. Dem Begleiter wird wahrscheinlich schlecht wenn er daran denkt bis zur nächsten Schleuse zu schwimmen.
Im Jahre 1931 fasste das Zentralkomitee der KP den Beschluss Moskau mit einem Kanal zu verbinden. Der Baubeginn war 1932 für den 125 Kilometer langen Kanal. Schon im Mai 37 fuhren die ersten Schiffe. Mit erheblichen Einsatz von Strafgefangenen wurden 5,5 m Tiefe und 85 m Breite erreicht.
Um die Höhenunterschiede zu bewältigen arbeiten auf der 74 km langen Strecke bis zur Wolga 6 Schleusen.
Es handelt sich um Einkammerschleusen, bei 8m Höhenunterschied werden etwa 70.000 Kubikmeter Wasser aus der geschlossenen Schleuse herausgelassen. Torumlaufkanäle regeln die Wasserführung. 
Ab 21:00 Uhr ist heute Tanzmusik in der Bar Sonate. Der Kapitänscocktail wird probiert und das ein oder andere Baltika findet regen Zuspruch, aber auch das Tanzbein. Kölner, Brandenburger und Leipziger Reisegäste finden sich am runden Tisch zum Scherzen und lachen.

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